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Bracing for Impact: Vom politischen Bekenntnis zur gelieferten Resilienz

PwC beim NATO-Gipfel 2026 in Ankara

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Der NATO-Gipel 2026 als Wendepunkt für kollektive Resilienz

NATO-Verbündete haben seit Russlands Angriff auf die Ukraine entschlossen gehandelt: Schwedens „Total Defence" und die landesweite Brochüre „In Case of Crisis or War", Estlands „Data Embassy" in Luxemburg, Polens niedrigschwellige Mobilisierungsoffensive „Vacations with the Army", die gemeinsame Baltic Defence Line, Spaniens hydroelektrische Black-Start-Kapazität und Großbritanniens „Cap-and-Floor"-Regime für Interconnectors – die Allianz verfügt heute über einen „Marketplace of Resilience", einen reichen Fundus getesteter nationaler Modelle. Der Haager Gipfel 2025 hat mit dem 1,5-Prozent-Ziel als Teil des neuen 5-Prozent-Commitments den politischen und finanziellen Rahmen gesetzt.

Doch das Bündnis steht nicht vor einem Ideen-, sondern vor einem Delivery-Problem. Resilienz ist teuer, politisch schwer zu verkaufen und zeigt ihren Wert erst im Ernstfall. Gleichzeitig operieren NATO-Gegner permanent unterhalb der Kriegsschwelle: hybride Angriffe auf Energieversorgung, Kommunikationsinfrastruktur, Lieferketten und gesellschaftliches Vertrauen schwächen Bereitschaft und Kohäsion Schritt für Schritt. In diesem Umfeld ist Resilienz kein ziviler Zusatz zur militärischen Abschreckung mehr – sie ist deren Voraussetzung.

Die Studie im Überblick

Fünf strukturelle Hürden, die NATO-Mitglieder ausbremsen

In der Studie „What's the Holdup? Strengthening Resilience across NATO", die unser Defense & Security Institute gemeinsam mit dem Global Public Policy Institute (GPPi) erarbeitet hat, identifizieren wir fünf wiederkehrende Herausforderungen, an denen europäische Allierte immer wieder scheitern:

  • Governance Fragmentation – unklare Zuständigkeiten und lange, komplexe Prozesse
  • The Preparedness Paradox – Vorsorge gewinnt keine Wahlen: hohe Kosten bei geringer unmittelbarer Sichtbarkeit
  • The Targeting Problem – fehlende strategische Rahmenwerke zur Priorisierung von Resilienzinvestitionen
  • Operational Coordination – Umsetzung in Silos zwischen zivilen Behörden, Militär und Privatwirtschaft
  • The Societal Readiness Challenge – unzureichende Einbindung von Gesellschaft und Wirtschaft

Anhand von zehn Länder-Spotlights zeigt die Studie, wie NATO-Bündnispartner diese Hürden pragmatisch überwinden – und was andere davon lernen können.

Vom Prinzip zur Praxis: Detect, Decide, Coordinate

Beim Side Event „Bracing for Impact: Allied Resilience in an Age of Permanent Contestation", das PwC gemeinsam mit CEPA und Foreign Policy am Rande des Gipfels beim Veranstaltunghub „Allies in Ankara“ der MSC ausrichtet, übersetzen wir diese Analyse in drei konkrete Handlungsfelder:

  • Preparedness by Design – Resilienz muss in Budgets, Beschaffung und Regulierung von Anfang an mitgedacht werden, statt nachträglich aufgesetzt zu werden.
  • Public-Private als strategische Partnerschaft – Der Großteil kritischer Infrastruktur (Energie, Telekommunikation, Cloud, Logistik, Finanzsysteme) wird privat betrieben. Jede glaubwürdige Resilienzarchitektur ist damit per Definition eine öffentlich-private Architektur – gebaut auf Vertrauen, geteilter Verantwortung, langfristiger Zusammenarbeit und gemeinsamem Üben.
  • Messbarkeit – Instrumente wie der National Security & Resilience Index (PwC/Strategy& mit DGAP) machen Resilienz politisch vergleichbar – und damit politisch handlungsfähig.

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What’s the Holdup? Strengthening resilience across NATO

Unsere Position in Ankara

Damit aus dem 1,5-Prozent-Ziel keine „Residual Basket" für lose sicherheitsbezogene Projekte wird, sollte das Gipfel-Kommuniqué 2026 liefern. Die Werkzeuge existieren. Die Beispiele existieren. Was jetzt gebraucht wird, ist ein strukturierter Ansatz, Wissen über die Allianz hinweg zu teilen – und ein gemeinsames Rahmenwerk, um gemeinsam resilient zu werden. Als Beraterin von Ministerien, Behörden und Industrie arbeitet PwC täglich an genau dieser Delivery-Agenda. Beim Gipfel in Ankara bringen wir Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Militär, Industrie und Zivilgesellschaft zusammen, um Resilienz vom politischen Bekenntnis in gelebte kollektive Fähigkeit zu überführen.

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„What’s the Holdup? Strengthening resilience across NATO”

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Die Methodik

Die Studie basiert auf einer qualitativen Auswertung offizieller NATO- und EU-Dokumente sowie nationaler Strategiepapiere, ergänzt durch akademische Literatur und Publikationen von Thinktanks zu Resilienz, ziviler Vorbereitung und Abschreckung. Zusätzlich wurden Experteninterviews und Hintergrundgespräche mit relevanten Stakeholdern geführt. Die zehn analytischen Spotlights wurden als instruktive Beispiele ausgewählt, die zeigen, wie europäische NATO-Verbündete wiederkehrende Resilienzherausforderungen adressieren. Sie sollen gegenseitiges Lernen innerhalb der Allianz fördern und einen Marktplatz erprobter Resilienzmodelle abbilden.

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