Hotelmarkt 2017/18: Zeichen in Europa stehen auf Wachstum

06 März, 2017

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Hotels in Europa mit Besucherrekord / Genf, Zürich, Paris bleiben teuerste Städte / Hotelpreise in Berlin steigen, in 2017 gute Aussichten für Frankfurt / Deutschland bei Investoren beliebter denn je

Düsseldorf, 6. März 2017

Das Jahr 2016 endete für Hoteliers in den meisten europäischen Städten mit guten Ergebnissen. Der Hotelmarkt zeigte sich insgesamt relativ wenig beeindruckt von geopolitischen Unsicherheiten – mit 12 Millionen mehr Besuchern als im Vorjahr wurde sogar ein neuer europäischer Bestwert erreicht. Jedoch mussten einige etablierte Destinationen wie Paris, Brüssel und Istanbul nach Terroranschlägen im vergangenen Jahr spürbare Besucherrückgänge verkraften. Dem „European Cities Hotels Forecast“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zufolge dürfte der europäische Hotelmarkt im Jahr 2017 auch weiter wachsen.
„Europa ist nicht nur ein wichtiges Ziel für Geschäftsreisende, sondern gewinnt gerade bei Touristen aus den USA und Asien an Beliebtheit. Dies und das Wirtschaftswachstum in Europa lässt uns optimistisch in die Jahre 2017 und 2018 blicken“, sagt Dirk Hennig, Partner bei PwC Deutschland.

Genf teuerste Stadt Europas

Das Ranking der teuersten Städte in Europa wird 2017 wieder Genf anführen, mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis (ADR) von 300 Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen Zürich (245 Euro), Paris (229 Euro), London (164 Euro) und Rom (148 Euro).

Das stärkste Wachstum beim Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) dürften 2017 dem Forecast zufolge Porto (14,8 Prozent), Dublin (8,7 Prozent) und Budapest (6,8 Prozent) verzeichnen, gefolgt von Madrid (5,9 Prozent), Lissabon (5,6 Prozent), Prag (5,5 Prozent), Barcelona (5,4 Prozent), Frankfurt (4,5 Prozent) und Paris (3,6 Prozent).

Berliner Hotelmarkt zeigt sich robust

In Berlins Hotels stiegen die Preise 2016 zwar nicht erneut so stark wie im Rekordjahr 2015, als die Zimmerpreise um 5,0 Prozent gestiegen waren, doch mit einem Anstieg über 3 % von 93 Euro auf 96 Euro und einem Erlöswachstum pro verfügbarem Zimmer von 3,6 Prozent verlief die Entwicklung für Hoteliers dennoch positiv. Ausnahmesituationen wie der Terrorangriff auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember wirkten sich nur kurzfristig auf die Anzahl der Hotelbuchungen aus. Mit einer jährlichen Zimmerauslastung von 77 Prozent in 2016 und 78 Prozent in 2017 bewegen sich Berliner Hotels nach wie vor über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Zimmerpreise in Frankfurt sollen steigen

Nach dem Höchststand 2015 (ADR von 126 Euro) gingen die Zimmerpreise in Frankfurt leicht zurück auf 124 Euro. Infolgedessen verringerte sich auch der RevPAR um 2 Prozent. Die Zimmerauslastung lag erneut bei knapp unter 70 Prozent. Im Gesamtjahr zieht der Frankfurter Hotelmarkt dennoch ein positives Fazit, schließlich hat der RevPAR den 10-Jahres-Durchschnitt um rund 13 Prozent übertroffen. Zudem stehen die Zeichen auf weiteres Wachstum: Mindestens 17 neue Hotels sollen bis 2018 eröffnen und neue Kapazitäten von rund 3.500 Zimmern schaffen. Für das Jahr 2017, einem guten Messejahr, erwartet PwC ein Wachstum des RevPARs in Höhe von 4,5 Prozent.

Deutschland im Investment-Ranking vorne

Die Investitionen im europäischen Hotelmarkt sind 2016 um 9,7 Prozent auf 18,6 Mrd. Euro zurückgegangen. Deutlicher Gewinner im abgelaufenen Jahr war dabei der deutsche Hotelmarkt. Denn während Investitionen in Großbritannien vor dem Hintergrund des Brexit-Votums um über 60 Prozent fielen, konnte Deutschland seinen Anteil an allen europäischen Deals auf knapp 30 Prozent erhöhen. „Investoren schätzen den deutschen Hotelmarkt als sicheren Hafen in einem politisch und wirtschaftlich angespannten Umfeld. Dies dürfte auch im Jahr 2017 so bleiben“, sagt Dirk Hennig.

Das höchste Marktpotenzial liegt den Experten von PwC zufolge jedoch in Destinationen am Mittelmeer, wie Spanien, Portugal, Italien und Griechenland. Dies gilt sowohl für das Wachstum an Investitionen als auch für die Anzahl der Übernachtungen und  das RevPAR-Wachstum.

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