PwC Baufinanzierungsstudie Q1 2026: Unsicherheit belastet Marktstimmung

Neugeschäft erreicht Höchststand seit Zinswende durch Vorzieheffekte / Nachfrage dürfte im weiteren Jahresverlauf zurückgehen / Bausparmarkt weiterhin rückläufig / Energieeffizienz gewinnt am Immobilienmarkt an Bedeutung

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Frankfurt, 27. Mai 2026

Der Baufinanzierungsmarkt startet dynamisch ins Jahr 2026: Mit rund 62 Milliarden Euro erreicht das Neugeschäft im ersten Quartal den höchsten Stand seit der Zinswende. Treiber sind jedoch vor allem saisonale Effekte und vorgezogene Finanzierungsentscheidungen. Gleichzeitig zeigt sich bereits eine deutliche Eintrübung der Marktstimmung. Zu diesem Ergebnis kommt die Baufinanzierungsstudie Q1 2026 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) in Kooperation mit der Interhyp AG.

„Angesichts der aktuellen Entwicklungen gehen wir nicht davon aus, dass es sich hierbei um eine nachhaltige Trendwende handelt. Banken müssen ihre Kunden in diesen volatilen Zeiten aktiv beratend zur Seite stehen und entsprechend ihres Risikoprofiles am Markt agieren.“

Tomas Rederer,Partner und Head of Financial Services Management Consulting bei PwC Deutschland

Parallel zum starken Neugeschäft zeichnet sich eine Abschwächung im Bestandswachstum ab: Im ersten Quartal steigt der deutschlandweite Kreditbestand lediglich um rund fünf Milliarden Euro – Gleichzeitig nimmt der Bestandsabfluss spürbar zu, wodurch die Wachstumsdynamik insgesamt sinkt.

Bausparmarkt auf Rekordtief; Immobilienpreise steigen weiter an

Das Neugeschäftsvolumen im Bausparmarkt ist im letzten Quartal von 2025 auf rund 15 Milliarden Euro und damit auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken. Die erwartete saisonale Erholung im vierten Quartal blieb aus. Auf Gesamtjahressicht resultiert daraus ein Rückgang von circa 23 % gegenüber dem Vorjahr. 

Auch das Bestandgeschäft ist rückläufig: Die Kapitalauszahlung ist auf Jahressicht 4 % geringer als im Vorjahr. Dabei ist die Einlagenauszahlung um rund 9 % zurückgegangen, während der Anteil der Kreditkomponente am Auszahlungsvolumen 2025 auf circa 33 % gestiegen ist – den höchsten Stand seit 2009. Während also weniger gespart wird, werden bestehende Verträge verstärkt für Kredite genutzt. 

Am Wohnungsmarkt ziehen die Preise zum Jahresauftakt wieder an und liegen rund 2,6 % über dem Vorjahr. Die Entwicklung fällt regional unterschiedlich aus: Während sich insbesondere München dynamisch entwickelt, bleibt Berlin zurück. Gleichzeitig gewinnen energieeffiziente Immobilien weiter an Bedeutung. Steigende Energiekosten führen dazu, dass entsprechende Objekte stärker nachgefragt werden und sich der Preisaufschlag gegenüber weniger effizienten Bestandsimmobilien weiter erhöht.

Für die kommenden Monate erwartet PwC eine spürbare Abkühlung am Baufinanzierungmarkt. Der Nachfrageanstieg zu Beginn des Jahres dürfte sich als kurzfristiger Effekt erweisen, während steigende Zinsen und anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit die Dynamik bremsen. Banken dürften die höheren Refinanzierungskosten zunehmend an Kreditnehmer weitergeben, was die Finanzierung zusätzlich verteuert und die Nachfrage weiter unter Druck setzt.

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PwC Baufinanzierungsstudie Q1 2026

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Pressekontakt

Jana Hofmann

Senior Associate, PwC Germany

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