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Die Menschen wollen reisen

PwC-Studie 2021: Corona-Lockdown setzt Hotelbranche zu

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Thorsten Loose

Thorsten Loose
Senior Manager Real Estate bei PwC Deutschland
Tel: +49 211 981-7228
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Deutsche Hotelbranche sieht sich erst 2023 wieder auf Vorkrisenniveau

Der seit Dezember geltende Lockdown zur Eindämmung der zweiten Corona-Welle trifft die deutsche Hotelbranche besonders hart. Sollten die Schließungen sowie die Reise- und Kontaktbeschränkungen länger als das erste Quartal 2021 dauern, werde die Liquidität der Betreiber versiegen. Danach gehe es für die Branche ums Überleben, lautet das Ergebnis der aktuellen PwC-Hotelstudie „Die Menschen wollen reisen“.

„Die Hotelbranche erlebte 2020 ihr schlimmstes Geschäftsjahr seit der Finanzkrise. Während des ersten Lockdowns setzten Buchungseinbrüche von 40 bis 60 Prozent den Betreibern schwer zu. Es ist aber erstaunlich, wie resilient die Branche ist.“

Thorsten Loose, Senior Manager PwC Real Estate

Die Hoteliers sind sich uneins, ob die Eindämmung der Pandemie einen Nachholeffekt bei den Buchungen auslösen wird. Die Branche rechnet frühestens ab 2023 mit einer Rückkehr auf ihr Vorkrisenniveau. 

Ab 2023/24 erwarten die Hoteliers eine Break-even-Auslastung von 60 bis 65 Prozent. Voraussetzung dafür ist ein uneingeschränkter Reiseverkehr.

Die Studie im Überblick

Folgen für Banken und Vermieter 

Sollte der Lockdown länger als das erste Quartal 2021 andauern, gehen die Befragten davon aus, dass weitere Mitarbeiter freigesetzt werden müssen und die noch vorhandene Liquidität der Betreiber aufgebraucht wird. Dies werde weitreichende Auswirkungen auf weitere Sektoren wie Banken und Vermieter haben. Investoren könnten außenstehende Mieten nicht ausschütten oder als Zinsen an Banken weiterreichen. Das Risiko von Kreditausfällen steige deutlich.

Erholung in unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Top-7-Städte mit einem großen Messe- und Konferenzangebot dürften am längsten brauchen, um sich von den Auswirkungen der COVID-19-Krise zu erholen. 2021 und in den Folgejahren sollten ausländische Touristen und Geschäftsreisende als Gäste kaum noch eine Rolle spielen.

Kleine und mittelgroße Unternehmen dürften ihre Mitarbeiter früher wieder auf Geschäftsreisen entsenden als Großkonzerne, wovon vor allem B- und C-Städte profitieren werden. Ein Vorkrisenniveau bei den Buchungen wird nach Einschätzung der befragten Hoteliers frühestens 2023/2024 erreicht.

Corona beschleunigt Transformation in der Branche

Bereits 2020 entwickelten zahlreiche Hotels umfassende Hygienekonzepte. Reinigung und Housekeeping sind mittlerweile zu Qualitätsmerkmalen geworden, welche die Marke der Häuser mitprägen. 

Digitale Lösungen wie der online Check-In/Out, Türöffnung über das Smartphone (Keyless Entry) oder Hybrid-Konferenzen dürften auch nach der Pandemie weiter genutzt werden.

Partnerschaftliche Lösungen gefragt 

Aus Sicht der Betreiber besteht bislang wenig Bereitschaft von Seiten der Vermieter, die derzeitige Krise als Partner auf Augenhöhe zu meistern. Die Mehrzahl der Befragten dringt daher auf tragfähige, partnerschaftliche Lösungen sowie einen geeigneten rechtlichen Handlungsrahmen von Seiten der Politik. 

„Ein umfassender Lockdown im ersten Quartal 2021 wird die noch vorhandene Liquidität aufbrauchen. Danach geht es für die Hotelbranche ums Überleben.“

Thorsten Loose,Senior Manager PwC Real Estate

Die Methodik

Für die Studie wurden im Dezember 2020 Betreiber von rund 320 Hotels mit einer Kapazität von mehr als 50.000 Zimmern zu ihren Erfahrungen in der COVID-19-Krise und ihren Geschäftserwartungen befragt.

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