CO₂-Grenzausgleichsmechanismus „CBAM“

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Robert Kammerer
Partner, Nachhaltigkeitsberatung bei PwC Deutschland
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Was kommt mit dem CO₂-Grenzausgleich auf Unternehmen zu? 

Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM, dt. CO₂-Grenzausgleichsmechanismus) fordert von Unternehmen in der EU, die Aluminium, Zement, Strom, Düngemittel, Eisen, Stahl oder Wasserstoff importieren, die außerhalb der EU entstehenden Emissionen zu melden und zu kompensieren.  

Mit Beginn der Regelphase am 1. Januar 2026 müssen Importeure jährlich eine CBAM-Erklärung abgeben und die darin berichteten Emissionen mit CBAM-Zertifikaten ausgleichen. Zudem ist eine Registrierung als zugelassener CBAM-Anmelder erforderlich, um CBAM-Waren importieren zu dürfen. Wichtig dabei: Die Pflichten gelten aktuell nur für Importeure, die mehr als 50 Tonnen CBAM-Waren pro Jahr einführen. 

Für Unternehmen verursacht CBAM zwei Arten von Kosten: 

  • Kosten für den Erwerb von CBAM-Zertifikaten, deren Preis auf dem EU-Emissionshandelssystem (Emissions Trading System, ETS) basiert 
  • Verwaltungskosten für die Sammlung und Berichterstattung emissionsbezogener Daten 

„CBAM ist keine Zukunftsmusik mehr – ab 2026 zahlen Importeure für CO₂, das außerhalb der EU entsteht. Wer jetzt nicht in Datenqualität und Lieferkettentransparenz investiert, gerät spätestens bei der Ausweitung auf weitere Produktgruppen unter Druck.“

Robert Kammerer,Partner, Nachhaltigkeitsberatung bei PwC Deutschland

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Die Regelphase des CBAM 

Mit dem Start der CBAM-Regelphase am 1. Januar 2026 wird der CO₂-Grenzausgleich zu einem verbindlichen Klima und Zollinstrument der EU. Während in der Übergangszeit noch reine Berichtspflichten bestanden, bringt die Regelphase umfassende neue Vorgaben mit sich – von der verpflichtenden Zulassung als CBAM-Anmelder über die jährliche CBAM-Erklärung bis hin zu klar definierten Zertifikats- und Sanktionsmechanismen. 

Infografik: Meilensteine des CBAM-Zeitplans

Zulassung als CBAM-Anmelder – Grundvoraussetzung für Importe 

Ab 2026 dürfen CBAM-Waren nur noch von Unternehmen importiert werden, die über eine gültige Zulassung verfügen. Die Beantragung erfordert umfangreiche Unterlagen und mehrere Wochen Bearbeitungszeit. Die Möglichkeit der vorläufigen Einfuhr endete am 31. März 2026.  

Erwerb und Abgabe von CBAM-Zertifikaten 

Zudem führt die Regelphase eine echte CO₂Bepreisung ein: Unternehmen müssen jährlich bis zum 30. September Zertifikate in Höhe der gemeldeten Emissionen abgeben. Der Preis orientiert sich am EUETS, und über den Phase-in-Mechanismus steigen die Kosten schrittweise bis 2034 an. 

Sanktionen in der Regelphase – strenger als im Übergang

Gleichzeitig verschärfen sich die Sanktionen: Für jede Tonne CO₂-Äquivalent, für die kein Zertifikat abgegeben wurde, fallen 100 Euro an; bei Importen ohne Zulassung sogar 300 bis 500 Euro pro Tonne. 

Erleichterung durch Omnibus

Eine wichtige Entlastung bringt Omnibus I: Unternehmen sind nur dann CBAM-pflichtig, wenn ihre CBAM-Waren innerhalb eines Jahres insgesamt mehr als 50 Tonnen betragen. Ausgenommen hiervon sind Strom und Wasserstoff – hier gelten die Pflichten ab der ersten Einfuhr. 

Ausblick – Weiterentwicklung des CBAM

Die EU hat angekündigt, CBAM weiterzuentwickeln und perspektivisch auf zusätzliche Waren – etwa Chemikalien oder Polymere – sowie weitere Emissionsquellen wie Transportemissionen auszudehnen. Sicher ist: Die Anforderungen werden weiter steigen. Unternehmen sollten ihre Prozesse frühzeitig darauf ausrichten.

Wie wir Sie bei der CBAM-Umsetzung unterstützen

Wirkungsanalyse

Mit unserer Wirkungsanalyse machen wir die finanziellen Auswirkungen von CBAM für Sie transparent und planbar. Wir simulieren CO₂-Emissionen und künftige Kosten, vergleichen Default und Echtdaten-Szenarien und berechnen die erwarteten Zertifikatsaufwände unter verschiedenen Annahmen. So erhalten Sie eine klare Entscheidungsgrundlage, um Ihre Beschaffungs-, Produktions- und Datenstrategie optimal auszurichten und Kostensenkungspotenziale frühzeitig zu erkennen. 

Governance-Konzept und IT-Infrastruktur

Um die Anforderungen der CBAM-Verordnung zuverlässig zu erfüllen, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein schlankes Governance-Konzept und einen standardisierten Reportingprozess mit klar definierten Rollen und Verantwortlichkeiten. Parallel analysieren wir Ihre bestehende IT-Infrastruktur und integrieren die CBAM-Pflichten effizient in Ihre Systeme, um manuelle Tätigkeiten zu reduzieren und die Datenqualität zu erhöhen. Auf dieser Basis wählen wir eine passende technische Lösung aus oder entwickeln bei Bedarf ein individuelles Tool – inklusive Begleitung beim Rollout und der unternehmensweiten Implementierung. 

Supplier Engagement

Eine erfolgreiche CBAM-Umsetzung beginnt bei Ihren Lieferanten. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Lieferantenbasis gezielt einzubinden – durch praxisnahe Workshops, klar strukturierte Schulungsunterlagen und ein reibungsloses Onboarding. So stellen Sie sicher, dass Ihre Lieferanten aussagekräftige Emissions- und Aktivitätsdaten liefern und schaffen die Grundlage für transparente, belastbare CBAM-Berichte. Gemeinsam erhöhen wir Datenqualität, Effizienz und Compliance entlang Ihrer gesamten Lieferkette. 

Kostenmanagement

Mit unserem Kostenmanagement machen wir Ihre CBAM-Kosten aktiv steuerbar. Aufbauend auf der Wirkungsanalyse identifizieren wir gezielt Einsparpotenziale entlang zentraler Kostenhebel – von Lieferantenauswahl über Materialmix bis hin zum Zertifikatshandel und internen Effizienzmaßnahmen. Wir bewerten die Wirkung verschiedener Szenarien, analysieren die Weitergabe von Kosten an Kunden und leiten konkrete Maßnahmen ab, damit Sie Ihre CBAM-Gesamtkosten nachhaltig optimieren können. 

Herausforderungen der CBAM-Regelphase  

Die CBAM-Regelphase stellt Unternehmen vor erhebliche organisatorische und finanzielle Herausforderungen. Mit Beginn 2026 dürfen CBAM-Waren nur noch von zugelassenen CBAM-Anmeldern importiert werden, was umfangreiche Antragsunterlagen und lange Bearbeitungszeiten mit sich bringt. Zusätzlich müssen Unternehmen jährlich eine vollständige CBAM-Erklärung abgeben und Zertifikate in Höhe ihrer gemeldeten Emissionen kaufen, deren Kosten durch den Phase-in-Mechanismus bis 2034 stetig steigen. Verschärfte Sanktionen, steigende Datenanforderungen und der Aufbau neuer interner Prozesse machen CBAM zu einem komplexen Compliance-Projekt, das ohne klare Governance und verlässliche Datengrundlagen kaum zu bewältigen ist. 

Geschäftleute bei Besprechung im Büro

Wir sind Ihr Partner für die erfolgreiche Umsetzung der CBAM-Verpflichtungen 

Um diese Herausforderung zu bewältigen und die langfristige Compliance sicherzustellen, bieten wir professionelle Beratung und Unterstützung an. Dazu gehören eine umfassende Betroffenheitsanalyse, die Unterstützung bei der Stammdatenpflege durch unsere Tarifexpert:innen und Hilfe bei der Einreichung von CBAM-Berichten durch unsere digitale Lösung. Darüber hinaus unterstützen wir bei der CBAM-Konzeption und kommunizieren mit Lieferanten, um eine reibungslose Umsetzung sicherzustellen. 

Da die CBAM-Betroffenheit von verschiedenen zollrelevanten Informationen wie z. B. der zolltariflichen Einreihung abhängt, ist es entscheidend, ein klares Verständnis der eigenen Lieferkette sowie der Zoll- und Handelsprozesse zu haben. Um gemeinsam mit Ihnen eine effiziente und verifizierte Umsetzung der gesetzlichen CBAM-Verpflichtungen sicherzustellen, bieten wir Workshops an. Diese umfassen eine Gap-Analyse, die Ausarbeitung eines technischen CBAM-Konzepts, die Implementierung sowohl operativ als auch auf der Systemebene und die Überprüfung entsprechender CBAM-Berichte vor oder nach der Einreichung. 

Containerschiff auf dem Meer

CBAM auf einen Blick

Erfahren Sie in unserem Factsheet alles Wissenswerte rund um den CO2-Grenzausgleichsmechanismus CBAM. Lesen Sie kurz und knapp, was berichtet werden muss, wer und was betroffen ist, warum Sie jetzt handeln sollten und wie wir Sie mit unserem CBAM-Sprint unterstützen.  

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Containerschiff auf dem Meer

CBAM-Berichterstattung sicher und effizient automatisieren

Mit unserer CBAM-Software erstellen Sie EU-konforme Berichte, automatisieren die Datenerfassung und schaffen Transparenz über Emissionen, Zertifikatsbedarf und Kosten. So reduzieren Sie den Aufwand und erfüllen regulatorische Anforderungen zuverlässig.

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