Minimum Viable Company: Strategisches Steuerungskonzept für Krisen‑ und Resilienzfähigkeit

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Dr. Alexander Köppen & Dominik Bredel sind Ihre Experten für die Minimum Viable Company bei PwC Deutschland

Dr. Alexander Köppen
Partner, Cyber Security & Privacy Strategy, Risk and Compliance bei PwC Deutschland
Tel.: +49 1512 9608 114
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Dominik Bredel
Director, Cyber Resilience bei PwC Deutschland
Tel.: +49 1515 5635 439
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So sichern Sie den Fortbestand des Kerngeschäfts im Krisenfall ab

Angesichts der hohen Taktung an Krisensituationen – von Cyberangriffen bis hin zu geopolitischen Umbrüchen – erwarten Gesellschafter, aber auch Regulatoren, von Unternehmen die Fähigkeit, auch unter außergewöhnlichen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben und zentrale Leistungen und kritische Services für den Geschäftserfolg aufrechtzuerhalten.

Die Minimum Viable Company (MVC) beschreibt diesen geschäftskritischen Kern eines Unternehmens, der selbst in Extremsituationen funktionsfähig bleiben muss, um Kontinuität und Fortbestand sicherzustellen. Im Mittelpunkt stehen zentrale Leistungen und kritische Services, die für die Zahlungsfähigkeit, das operative Geschäft und die regulatorische Konformität unverzichtbar sind.

Wir unterstützen Sie bei der Definition und Absicherung Ihrer Minimum Viable Company – individuell, ob Mittelstand oder global aufgestellter Großkonzern. Auf diese Weise helfen wir Ihnen, Ihre Investitionen in Resilienz dort einzusetzen, wo sie für die Absicherung der Geschäftsfortführung unerlässlich sind. Die Ausrichtung orientiert sich zudem an aktuellen regulatorischen Anforderungen wie NIS-2, KRITIS-Dachgesetz und DORA.

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Die Minimum Viable Company: Fundament für nachhaltige Resilienz

Die Minimum Viable Company (MVC) verbindet eine geschäftsorientierte Sicht auf zentrale Leistungen mit einer strukturierten Analyse der Abhängigkeiten, die diese Leistungen ermöglichen. Zwar verfügen viele Organisationen über Krisen‑ oder Notfallpläne, doch bleibt häufig unbeantwortet, welche Teile des Unternehmens unter allen Umständen funktionsfähig bleiben müssen, um den Fortbestand zu sichern.

Die MVC beantwortet diese Frage durch ein klar priorisiertes Modell aus drei zentralen Bausteinen:

  1. Kritische Geschäftsleistungen bilden den Ausgangspunkt. Sie stehen für Services mit unmittelbarer Kunden‑, Markt‑ oder Reputationsrelevanz, deren Ausfall die Existenz der Organisation gefährden würde.
  2. Ergänzt werden sie durch relevante interne Prozesse, etwa im Finanz‑ und Zahlungsverkehr, in zentralen Steuerungs‑ oder Sicherheitsfunktionen sowie in unterstützenden Kernbereichen wie Beschaffung oder Personalmanagement.
  3. Die dritte Ebene bilden zwingende Abhängigkeiten, darunter zentrale Technologien, Daten, Plattformen, Kommunikationsmittel und ausgewählte Drittparteien, ohne die weder externe noch interne Leistungen erbracht werden können.

Erst das bewusste Zusammenspiel dieser drei Ebenen schafft ein belastbares Fundament für Resilienz.

PwC unterstützt Unternehmen dabei, ihre Minimum Viable Company systematisch zu definieren, Abhängigkeiten transparent zu machen und die Aufrechterhaltung geschäftskritischer Leistungen auch unter außergewöhnlichen Bedingungen sicherzustellen. Dies umfasst die strategische Festlegung ebenso wie die Entwicklung geeigneter Maßnahmen, die Verankerung in Governance‑Strukturen sowie regelmäßige Tests und Weiterentwicklungen. So entsteht eine belastbare Fähigkeit, Geschäftskontinuität nicht nur zu planen, sondern sie auch unter außergewöhnlichen Bedingungen wirksam umzusetzen.

Unser MVC-Ansatz: Vier Schritte zur widerstandsfähigen Organisation

1. MVC identifizieren

In strukturierten Executive‑Workshops wird die Minimum Viable Company aus Geschäftssicht festgelegt. Im Fokus steht die Frage, welche Leistungen, Prozesse und Abhängigkeiten zwingend aufrechterhalten werden müssen, um Zahlungsfähigkeit, Reputation und regulatorische Handlungsfähigkeit sicherzustellen.

Ergänzt wird dies durch die Festlegung akzeptabler Wiederherstellungszeiten und Servicebeeinträchtigungen. Das Ergebnis ist ein priorisiertes Zielbild des geschäftskritischen Kerns der Organisation.

2. Transparenz schaffen

Aufbauend auf der MVC werden zentrale Leistungen und kritische Services systematisch analysiert und ihre Abhängigkeiten aufgezeigt. Betrachtet werden technologische Komponenten, Daten, Infrastrukturen, personelle Ressourcen, externe Dienstleister sowie regulatorische Anforderungen. Ziel ist ein konsistentes Abhängigkeitsmodell, das zeigt, welche Voraussetzungen für den stabilen Betrieb erforderlich sind und wo Schwachstellen bestehen, die die Resilienz der Organisation beeinträchtigen können.

3. Resilienz entwickeln

Auf Grundlage der MVC und ihrer Abhängigkeiten werden geeignete Resilienzstrategien entwickelt. Diese reichen von organisatorischen oder manuellen Workarounds über alternative Lieferantenmodelle bis hin zu technologisch gestützten Ausweich‑ oder Wiederanlaufumgebungen. Die Ausgestaltung orientiert sich an geschäftlichen Prioritäten, Kosten-Nutzen-Abwägungen und akzeptablen Zeiten für Wiederherstellung und Wiederanlauf.

4. MVC nachhaltig verankern

Lösungen werden regelmäßig getestet, in bestehende Governance-Strukturen integriert und organisatorisch verankert. Durch definierte Kennzahlen, strukturierte Testzyklen und Reviews wird ermöglicht, dass die MVC auch unter veränderten Rahmenbedingungen funktionsfähig bleibt. Gleichzeitig verfolgt dieser Ansatz eine kontinuierliche Weiterentwicklung, sodass neue Bedrohungen, technologische Veränderungen und Anpassungen im Geschäftsmodell frühzeitig berücksichtigt werden können.

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Schritt in die Zukunft der Resilienz

Resilienz wirkt, wenn sie greifbar und steuerbar wird. PwC unterstützt Organisationen dabei, in krisenhaften Situationen Klarheit über zentrale Leistungen, kritische Services und entscheidende Abhängigkeiten zu gewinnen. Gemeinsam mit Führungsteams werden die Grundlagen der Minimum Viable Company erarbeitet, priorisiert und in ein belastbares Zielbild überführt – mit klarem Fokus auf Entscheidungsfähigkeit und Handlungsfähigkeit im Ernstfall.

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