Studie: Digitalisierung in Deutschland

Bedürfnisse, Ängste und Erwartungen der deutschen Bevölkerung an den Megatrend Digitalisierung.

Transparenz und Kontrolle über die persönlichen Daten stehen für die Deutschen im Fokus

Menschen aller Altersgruppen sehen vielseitiges Potenzial in der Digitalisierung. Dabei sind ihnen aber die Transparenz und Kontrolle über die gespeicherten persönlichen Daten besonders wichtig. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie zur Digitalisierung, die PwC in Kooperation mit der International School of Management (ISM) durchgeführt hat. Die Analyse beschäftigt sich mit den digitalen Bedürfnissen, Ängsten und Erwartungen in der deutschen Gesellschaft. Dafür wurden die Antworten von rund 400 Befragten ausgewertet und ergänzende Interviews geführt. 


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Wunsch nach mehr Digitalisierung in den Bereichen Bildung und Banken 

44 Prozent der Studienteilnehmer befürworten, dass die Digitalisierung Einzug in alle Bereiche des Lebens hält. Nach den Themen befragt, die von der digitalen Entwicklung am stärksten berührt sind, nannte die Mehrheit der Teilnehmer die Kommunikation, die Arbeitswelt und den Bereich Unterhaltung. Wo wünschen Sie sich mehr Digitalisierung? Bei dieser Frage stehen die Bereiche Bildung und Banken weit oben.

Aber es gibt auch Lebensbereiche, in denen digitale Helfer für die Mehrheit nicht dazugehören. Das sind in erster Linie die Beziehung zu Partnern und das Gesundheitswesen.

"Digitalisierung" wird in dieser Studie als die Integration der digitalen Technologie in den Alltag der Menschen verstanden. Die Studienteilnehmer waren im Durchschnitt gut ausgebildet, lebten überwiegend in städtischen Gebieten und über die Hälfte waren weiblich und zwischen 18 und 26 Jahren alt.

Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) kommen im Alltag an

Ranking der wichtigsten digitalen Zukunftstrends

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Bei der Befragung ging es auch darum, die Erwartungen zu digitalen Trends herauszufiltern: Welche Trends betreffen künftig das eigene Leben? Welche die Gesellschaft als Ganzes? Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) sind demnach die wichtigsten Zukunftstrends. Auf Platz 3 folgt die elektronische Bezahlung. Die Befragten – egal ob jung oder alt – wünschen sich, dass Unternehmen einfache und standardisierte Bezahlmethoden anbieten. Mit Blick auf die gesellschaftlichen Trends, die uns in Zukunft betreffen, nannten die Teilnehmer Big Data und KI am häufigsten. Auf Platz 3 landet das autonome Fahren.

Einig sind sich die Befragten, dass die digitale Revolution Jobs schafft. Mit neuen digitalen Mitteln ist ein hoher Anstieg in der Produktivität und Effizienz der Arbeitskräfte zu erwarten, jedoch steigen damit zugleich die Anforderungen an die Unternehmen. Die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit verschwimmen. Aus der Gruppe derjenigen, die mit der digitalen Welt großgeworden sind – sogenannte Digital Natives –, steuern manche bewusst gegen: Ein Teil der Digital Natives klammert digitale Technologien wie das Internet von Zeit zu Zeit aus seinem Leben aus.

Digitalisierung zwischen Chancen und Ängsten

„Die Ergebnisse unserer Studie belegen, dass es beim digitalen Wandel wichtig ist, die Lücke zwischen dem Wunsch nach Bequemlichkeit und Zeitersparnis auf der einen und den Ängsten auf der anderen Seite, zu schließen.“

Thomas Hamele, Director im Bereich Digitalisierung und CRM bei PwC

Die Politik in der Pflicht

„Die digitale Transformation hat das Potenzial, das Leben grundlegend zu verändern. Abläufe werden schneller und einfacher, Innovationen schaffen neue Jobs und bringen Verbesserungen, etwa im Gesundheitssektor. Auf der anderen Seite weckt die digitale Welt auch Befürchtungen. Die Menschen brauchen Sicherheit und Transparenz. Sie wollen die Kontrolle darüber, welche ihrer Daten wofür gespeichert werden. Die Politik muss also klare Regeln für die Digitalisierung schaffen. Und dafür sorgen, dass die Wirtschaft – vom Start-up bis zum Großunternehmen – diese einhält.“, so das Fazit von Thomas Hamele.

Status Quo: Die Mediennutzung der Deutschen

Nutzung von Digital Devices in Stunden pro Tag (in Prozent)

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Thomas Hamele
Director Digitalisierung & CRM, Microsoft Dynamics, PwC Germany
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