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Einhaltung der Sorgfaltspflichten

21 Juni, 2021

Ihr Experte für Fragen

Dr. Jens Dinkel ist Ihr Experte für die Sustainable Supply Chain bei PwC

Robert Kammerer
Partner bei PwC Deutschland
Tel: +49 89 5790-5467
E-Mail

So managen Sie menschen- und umweltrechtliche Risiken in Ihrer Lieferkette

Wie steht es um die Einhaltung von Menschen- und Umweltrechten in Ihrer globalen Lieferkette? Sind Ihre direkten oder indirekten Geschäftspartner möglicherweise in Kinder- oder Zwangsarbeit in einem anderen Land involviert? Haben Sie angemessene Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz etabliert? Wie proaktiv geht Ihr Unternehmen mit Wertstoffen und Abfällen in der Produktion um?

Mit diesen und weiteren Fragen rund um die Achtung der Menschen- und Umweltrechte müssen sich Unternehmen aller Branchen und Supply Chain Stufen zukünftig im Detail beschäftigen, um ihren Sorgfaltspflichten in den globalen Wertschöpfungsketten nachzukommen. Anfang März hat die Bundesregierung den Entwurf für ein Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten beschlossen. Am 11. Juni wurde nun im Bundestag über das Gesetz abgestimmt und damit das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verabschiedet.

Höchste Zeit für Unternehmen, das Thema proaktiv anzugehen und ihre globalen Wertschöpfungsketten auf den Prüfstand zu stellen und für mehr Transparenz zu sorgen. Bei der Umsetzung helfen intelligente Tool-Lösungen in einem integrierten Nachhaltigkeits-Ökosystem: So lassen sich menschen- und umweltrechtliche Risiken nachhaltig und effektiv reduzieren.

Zudem ermöglicht die Transparenz bezüglich der menschen- und umweltrechtlichen Risiken einen weiteren Blickwinkel auf die Themen der Versorgungssicherheit, Innovation, Kosteneffizienz und wirtschaftliche Risiken. Mittels eines erweiterten Blicks auf diese Anforderung, wird die Umsetzung des Gesetzes ein Multiplikator zur Optimierung des gesamten Lieferantennetzwerks.

„Wer sich intensiv mit seiner Lieferkette und den Aktivitäten der Geschäfts- und Vertragspartner beschäftigt und transparent darüber informiert, kann nicht nur bei Kunden und Partnern punkten, sondern sich auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.“

Robert Kammerer, Partner, PwC Deutschland

Die rechtlichen Anforderungen steigen – und damit die Risiken

Das Gesetz enthält umfangreiche Pflichten zur Sorgfalt in Bezug auf Risikoanalysen, Präventions -und Abhilfemaßnahmen, Beschwerdeverfahren vor deutschen Gerichten und Berichterstattung. Absatz 2 des Lieferkettengesetzes verdeutlicht, auf welche Menschenrechte sich die Sorgfaltspflichten beziehen: Dort werden unter anderem die Unversehrtheit von Leben und Gesundheit, der Schutz von Kindern und Freiheit von Kinderarbeit sowie die Freiheit von Sklaverei und Zwangsarbeit genannt (Abs 2).

Mit der geplanten neuen Gesetzgebung, die auch auf EU-Ebene diskutiert wird, steigen die Anforderungen an das Compliance- und Risikomanagement-System in der deutschen Wirtschaft und in anderen Europäischen Ländern deutlich. Deutsche Unternehmen und Tochterunternehmen ausländischer Firmen in Deutschland, die ihre Prozesse und Abläufe nicht an die bevorstehenden Gesetzesänderungen anpassen, gehen ein hohes finanzielles und reputatives Risiko ein.

Dieses Risiko entsteht insbesondere durch:

  • den finanziellen Aufwand durch behördliche Sonderermittlungen
  • die Umsetzung behördlicher Anordnungen
  • einen drohenden Ausschluss von öffentlichen Vergaben
  • hohe Zwangs- und Bußgelder
  • großes Interesse der Medien und verstärkte Aufmerksamkeit von Kund:innen

 

Ihr Anliegen

Diese Fragen kommen nun auf Sie zu

Bei der Vorbereitung auf die Umsetzung des Sorgfaltspflichtengesetzes und die bevorstehende EU-Gesetzgebung stellen sich betroffene Unternehmen vor allem die folgenden Fragen: 

  • Welche menschen- und umweltrechtlichen Risiken existieren in unseren globalen Wertschöpfungsketten?
  • Wie können wir die Anforderungen der neuen Gesetzgebung möglichst wirtschaftlich und effektiv erfüllen, dabei aber zusätzlichen Wert für das Unternehmen schaffen?
  • Wie können wir die Umsetzung der Anforderungen auch bei unseren Geschäftspartnern oder im Rahmen einer Transaktionen sicherstellen?
  • Wie können wir unsere Zulieferer im In- und Ausland und Unternehmen, mit denen wir in einer Geschäftsbeziehung stehen, bei der Umsetzung der allgemeinen Sorgfaltspflichten unterstützen?
  • Was müssen wir unternehmen, wenn Verstöße in unserer Lieferkette bekannt werden?
  • Wie sollten unsere Management-Systeme im Governance-Bereich ausgestattet sein, um einen guten Rahmen zur weltweiten Einhaltung der neuen gesetzlichen Anforderungen zu bieten?
  • Welche unserer bestehenden Prozesse und Maßnahmen aus dem Bereich Governance, Risk, Supply Chain Management, Einkauf und Compliance helfen uns bereits heute bei der Erfüllung der Anforderungen aus der zukünftigen Gesetzgebung? Wo müssen wir noch nachbessern?
  • Welche Tools unterstützen unser Unternehmen bei der Identifikation von menschen- und umweltrechtlichen Risiken in unserer internationalen Wertschöpfungskette?

Erfüllen Sie die neuen Sorgfaltspflichten?

Starten Sie jetzt den Compliance-Quick-Check! In nur fünf Minuten lassen sich mit diesem Tool relevante Gesetze und wichtige Handlungsfelder identifizieren. 

Unsere Leistungen

Schnell Klarheit – mit dem Sorgfaltspflichten-Compliance-Quick-Check

Doch wie lassen sich die umwelt- und menschenrechtlichen Risiken für die Gesellschaft, die Umwelt und das eigene Unternehmen reduzieren? 

Aus unserer Erfahrung kommt es auf drei Dinge an: 

  • Sorgen Sie für verstärkte Transparenz über ökologische und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in Ihren globalen Wertschöpfungsketten.
  • Engagieren Sie sich für eine gute Kommunikation mit allen Stakeholdern.
  • Setzen Sie auf ein konsistentes Compliance- und Risikomanagement.

Damit Sie sich schnell eine Übersicht verschaffen können, wo Sie stehen, haben wir einen Sorgfaltspflichten-Compliance-Quick-Check entwickelt. Über dieses Assessment können Sie mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit den aktuellen Reifegrad Ihrer Compliance mit den menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten einschätzen und Ihre wichtigsten Handlungsfelder identifizieren.

Tools helfen bei der Umsetzung

Bei der Ausgestaltung dieser Handlungsfelder im eigenen Geschäftsbereich sowie in der globalen Lieferkette können unsere Expert:innen Sie tatkräftig unterstützen. Mit unseren eigens entwickelten Tools „Know your Business Partner“ und „Sustainability Tracker“ helfen wir Ihnen dabei, die relevanten Risiken entlang der gesamten Lieferkette strukturiert und effizient abzufragen. Zudem eröffnen wir Ihnen die Möglichkeit zu einem kontinuierlichen Monitoring.

„Durch einen effizienten und integrativen Einsatz von vorhandenen Tools sowie eine spezifische Ergänzung der Systeme zur Erfüllung der Anforderung, ist es möglich der aufkommenden Komplexität der Aufgabe entgegen zu treten.“

Dr. Jan Herrmann, Partner Procurement bei PwC Deutschland

Was passiert, wenn sich bei einem Zulieferer im Ausland wesentliche Risiken abzeichnen oder Hinweise über Verstöße gegen die Menschen- und Umweltrechte bekannt werden, etwa über ein Hinweisgebersystem, zivilgesellschaftliche Organisationen oder die Medien? In diesem Fall können wir Sie jederzeit mit unseren Dienstleistungen beim Umgang mit der Krise und beim Planen der gesetzlich vorgeschriebenen Abhilfemaßnahmen unterstützen.

Unser Versprechen

Pragmatisch und zuverlässig – vom Konzept bis zum Krisenfall

Mit einem pragmatischen Ansatz unterstützen wir Sie bei der Entwicklung und Gestaltung Ihrer Compliance mit den menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Ob bei der Konzeptionierung der Managementsysteme, bei der Kommunikation der Grundsatzerklärung oder der konkreten Umsetzung von Abhilfemaßnahmen im Krisenfall – unsere Expert:innen stehen Ihnen mit zuverlässiger Beratung und Information zur Seite.

Menschen- und Umweltrechte in der Lieferkette: Mehr als eine lästige Compliance-Aufgabe

Nach intensiven Diskussionen steht das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in den Startlöchern. Wieso das eine gute Nachricht für Unternehmen ist, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.

Interview: „2021 ist mit einem Lieferkettengesetz in Deutschland zu rechnen“

Mirjam Kolmar, Senior Managerin im Bereich Sustainability Services bei PwC Deutschland, spricht im Interview über prekäre Arbeitssituationen, das Versäumen von Unternehmen, wirkungsvolle Mechanismen zur Einhaltung der Menschen- und Umweltrechte einzuführen, und die Chancen einer transparenten globalen Lieferkette für die Reputation und das Risikomangement eines Unternehmens.

„Unternehmen, die sich jetzt mit den neuen Anforderungen auseinandersetzen, verringern ihr Compliance-Risiko eines Verstoßes gegen das Sorgfaltspflichtengesetz und können die Chance nutzen, ihre Supply Chain verantwortungsvoll und zukunftssicher aufzustellen!“

Daniela Hanauer, Partnerin Risk Consulting bei PwC Deutschland
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