Diversität sichert die Zukunft von Unternehmen

PwC-Auftragsstudie 2019: Diversity & Inclusion (D&I) leistet einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg

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Eine inklusive Kultur ist gut für den Unternehmenserfolg

Diversity & Inclusion (D&I) ist längst kein Randthema mehr: Unternehmen, die Diversität– etwa in Bezug auf Geschlecht, Alter, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion und Mindset – in einer inklusiven Unternehmenskultur leben, können sich besser im internationalen Wettbewerb behaupten. Ihnen gelingt es nicht nur leichter, neue Mitarbeiter zu finden; sie haben auch zufriedenere Kunden, verfügen über mehr Innovationskraft und können ihren Umsatz stärker steigern. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie „Diversity is good for growth“, die PwC im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) veröffentlicht hat. Für die empirische Analyse wurden rund 140 Unternehmen aus der deutschen Immobilienbranche befragt. Die Studie belegt, dass viele der Teilnehmer die Bedeutung von Vielfalt bislang noch unterschätzen. So haben 51 Prozent keine klare Verantwortlichkeit für den Schwerpunkt „Managing Diversity“ im Unternehmen. Ebenso viele beschäftigen weniger als zehn Prozent Frauen in der Geschäftsführung und sind damit noch weit von Chancengleichheit entfernt. Organisationen, die Diversity als unternehmerischen Ansatz verstehen, sind hingegen klar im Vorteil. Mehr zur Studie finden Sie hier bei unserem Kooperationspartner ZIA.

Zur Studie

Die Studie im Überblick

Diversität als Status quo heute – aber nicht in der deutschen Immobilienbranche

„Eine inklusive Kultur, die Diversity laut Definition als Bereicherung für die Leistung des Menschen und des Unternehmens versteht, ist längst noch nicht Standard in den Unternehmen der Immobilienwirtschaft.“

Susanne Eickermann-Riepe, German Real Estate Leader bei PwC Deutschland

In einem vierstufigen Reifegrad-Modell mit dem untersten Level „punktuell“ (Vermeidung von Diskriminierung) und dem höchsten Level „strategisch integriert“ (ganzheitlicher Fokus, Verantwortung bei Geschäftsführung) ordnen sich 45 Prozent der Befragten dem niedrigsten Reifegrad zu. Lediglich zwei Prozent haben bereits die höchste Stufe der Umsetzung erreicht und fördern den D&I-Ansatz im täglichen Handeln ihrer Mitarbeiter.

Vielfalt stärkt die Marke als Arbeitgeber – und die Zufriedenheit der Mitarbeiter

Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird immer härter. Bereits im Jahr 2025 werden Millennials, die großen Wert auf Diversity legen, drei viertel der Arbeitnehmer stellen. Umso wichtiger ist es für Unternehmen die eigene Arbeitgebermarke zu stärken. Die Organisationen haben – auch im internationalen Vergleich – zwar erkannt, wie wichtig Diversity-Strategien sind, zwei Drittel verfügen bereits über Programme mit dem Ziel der Rekrutierung einer diversen Mitarbeiterschaft. Doch 54 Prozent der Unternehmen haben Diversity & Inclusion nicht im Employer Branding verankert. Damit laufen sie Gefahr, weniger attraktiv als Arbeitgeber zu sein oder gute Köpfe schnell wieder zu verlieren.

Denn: Der Grad an Vielfalt hat einen hohen Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Unternehmen mit einem ausgereiften Diversity Management verzeichnen zu 72 Prozent zufriedene Mitarbeiter – unter den Unternehmen mit niedrigem Reifegrad sind es nur 37 Prozent.

Diversity Management fördert die Zufriedenheit der Kunden

Zufriedene Mitarbeiter in einer inklusiven Unternehmenskultur sorgen auch für zufriedene Kunden – die entscheidende Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg. Vielfalt hat einen klaren Einfluss auf die Kundenzufriedenheit und die Gewinnung neuer Zielgruppen: Während 66 Prozent der Unternehmen mit einem hohen D&I-Reifegrad von einer sehr zufriedenen Kundschaft berichten, trifft dies lediglich auf 35 Prozent der Vertreter mit niedrigem Reifegrad zu, die sich laut Definition allein auf Compliance und die Vermeidung von Diskriminierung konzentrieren.

Managing Diversity ist Treiber von Innovation

Unternehmen müssen sich im digitalen Zeitalter auf ein hohes Veränderungstempo mit immer kürzeren Innovations- und Produktlebenszyklen einstellen. Innovation wird immer stärker zum entscheidenden Faktor, mit dem sie sich von ihren Wettbewerbern abheben. Dieses Ziel zu erreichen, gelingt Unternehmen mit einem hohen Grad an Vielfalt deutlich leichter: Während die Spitzenreiter sich zu 59 Prozent als innovativer als der Wettbewerb einschätzen, sind es unter den Schlusslichtern nur drei Prozent. Damit ist es für Unternehmen mit hohem D&I-Reifegrad nahezu 14-mal wahrscheinlicher, sich den Konkurrenten in puncto Innovation überlegen zu fühlen.

Diversity Management wirkt sich unmittelbar auf den Umsatz aus

Unternehmen, die sich durch ein gutes Diversity Management auszeichnen, schreiben auch die besseren Geschäftszahlen: 56 Prozent der Firmen, die einen strategisch integrierten Ansatz verfolgen, beschreiben ihren Umsatz als stark wachsend. Unter den Wettbewerbern dagegen, die Diversity nur punktuell verfolgen, sind es lediglich 26 Prozent. Deutliche Unterschiede ergeben sich ebenso in puncto Profitabilität. Damit zeigt sich, dass Diversity ein wichtiger Faktor für Geschäftserfolg und Wachstum eines Unternehmens ist. Das ist vor allem auf die Innovationskraft von Organisationen mit hoher Vielfalt zurückzuführen – wie Studien belegen, können durchgreifende Innovationen einen bis zu zehnfachen Anstieg des Unternehmenswerts herbeiführen.

„Diversity ist weit mehr als ein Nice-to-have. Unternehmen mit einer inklusiven Kultur binden Talente an sich und behaupten sich innovationsstark am Markt. Die Immobilienwirtschaft darf sich keinesfalls auf den Erfolgen der letzten Jahre ausruhen, da die proaktive Auseinandersetzung mit Diversity & Inclusion einer der entscheidenden Faktoren für den Geschäftserfolg in der Zukunft ist.“

Susanne Eickermann-Riepe,German Real Estate Leader bei PwC Deutschland

Die Methodik

Die Ergebnisse der Befragung geben den aktuellen Stand von D&I in der deutschen Immobilienbranche wieder. Dazu wurden Vertreter von 138 Unternehmen unterschiedlicher Sub-Branchen der Immobilienwirtschaft zu verschiedenen Aspekten von Diversity & Inclusion in ihrem Unternehmen befragt. Der Großteil der Antworten stammen von Vorstandsmitgliedern oder Geschäftsführenden sowie HR-Repräsentanten und D&I-Beauftragten. Die meisten Antworten kommen aus den Bereichen Beraten (28 Prozent), Betreiben & Vermieten (25 Prozent) sowie Investieren (18 Prozent) und Erstellen (17 Prozent). Die Befragung wurde im Zeitraum September bis November 2019 durchgeführt.

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