Interesse an Nachhaltigkeit ist bei jungen Wähler:innen auch in Corona-Zeiten ungebrochen

12 März, 2021

PwC-Befragung zu den Interessen junger Wähler:innen zeigt: Klima- und Umweltschutz bleibt im Wahljahr 2021 das Top-Thema bei den jüngeren Wahlberechtigten / Fast die Hälfte der 16- bis 35-Jährigen ist bereit, sich zugunsten der Umwelt einzuschränken / Junge Generation fühlt sich bei wichtigen Themen von der Politik zu wenig ernst genommen

Düsseldorf, 12. März 2021

Der Höhepunkt der Klimademos im Jahr 2019 mit bis zu 1,4 Millionen Teilnehmer:innen hat die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit Verve ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Doch wie stehen junge Wähler:innen aktuell dazu? Welchen Stellenwert haben Klima- und Umweltfragen in Corona-Zeiten noch? Und was bedeutet das für die Politik im Super-Wahljahr 2021? Die Antworten auf diese und weitere Fragen fallen eindeutig aus: Trotz der Pandemie ist das Interesse der jungen Generation an Klimawandel, Umweltschutz und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln ungebrochen.

Das belegen zwei repräsentative Umfragen unter den 16- bis 35-Jährigen, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) im August 2020 und im Januar 2021 durchgeführt hat. In der ersten Umfrage ging es um Fragen der politischen Kommunikation, in der zweiten um Themen, für die sich junge Wahlberechtigte besonders interessieren. Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit waren den Befragten im Januar 2021 wichtig oder sehr wichtig. Bei der ersten Befragung im August 2020 waren diese Themen nur für 52 Prozent der jüngeren Leute am wichtigsten.

Jüngere Wahlberechtigte würden sich Nachhaltigkeit etwas kosten lassen

Die Studienergebnisse lassen zudem darauf schließen, dass die Jüngeren nicht nur ein gestiegenes Interesse und ein größeres Bewusstsein für Umweltthemen haben, sondern auch immer mehr danach handeln (würden). So würden zwei Drittel der Befragten zum Beispiel den Bau von Windrädern in Sichtweise ihres Zuhauses beziehungsweise ihres Arbeitsplatzes in Kauf nehmen; 44 Prozent würden etwa um ein Fünftel höhere Preise für nachhaltig produzierte Lebensmittel bezahlen, und immerhin mehr als vier von zehn Befragte (42 Prozent) sind bereit, auf touristische Fernreisen zu verzichten oder eine Klimaabgabe etwa in Höhe des Ticketpreises zu bezahlen.

Jüngere halten Politik bei Umweltthemen für wenig glaubwürdig

Ernüchternd sind die Ergebnisse zur politischen Kommunikation: Nur 25 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Parteien ihre Interessen kennen; lediglich ein Drittel gibt an, dass die Volksvertreter:innen dafür die richtigen Medienkanäle wählen. Und nicht einmal ein Drittel (31 Prozent) der Befragten hält Bundes- und Landespolitiker:innen für glaubwürdig.

„Wir müssen den politischen Diskurs zwischen Jung und Alt dringend verbessern, und hier sind insbesondere auch die Parteien gefragt. Sonst wird die ohnehin schon bestehende Kluft zwischen den Generationen bei wichtigen Zukunftsfragen immer größer. Grade, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, sollte die Politik Maßnahmen präsentieren und auf den relevanten Kanälen kommunizieren.“

Wolfang Zink,Partner im Fachbereich Öffentlicher Sektor bei PwC Deutschland

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Martin Krause

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